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Wir suchten uns aus dem Internet einen Swinger Club aus und fuhren hin. Wir lernten dort sehr viele nette Paare aus allen Erotik Bereichen kennen. Dort sahen wir dann auch die eine oder andere SM Session, die uns sehr anmachte.

Wir haben schon immer gerne Fesselspiele mit zärtlichen Quälereien gemacht und den einen oder anderen Klaps auf dem Po gab es auch schon mal, aber niemals dachten wir daran dass wir evtl. doch eine SM Ader haben könnten.

So lernten wir im Club, wie es sich mit einer Peitsche auf dem Po anfühlt oder was für ein Gefühl es ist, wenn Sauger auf der Brust fixiert werden usw. (Die Sauger haben wir dann natürlich gleich Bestellt und die Peitsche musste auch sehr schnell her *sfg*)

Am Anfang hat sich mein Mann sehr viel mit diesem Thema beschäftigt. Es dauerte nicht lange, bis er sich die ersten Bücher kaufte und mir von einigen Geschichten erzählte, die er im Internet gelesen hat. So wurde ich auch immer Neugieriger und verschlang diese Geschichten. Die Suchmaschinen konnten gar nicht genug Informationen für mich über BDSM ausspucken. Alles was es zu lesen gab habe ich regelrecht verschlungen und meine Phantasie hörte gar nicht mehr auf zu Rotieren.

Dann begann der erste grosse Fehler, den eine Subby überhaupt machen kann und den ich lange bereuen sollte.

Alles was meine Phantasie anregte wurde gleich kopiert und per Email an meinem Mann weitergeleitet. Da er sehr in seinem Beruf angespannt war, konnte er gar nicht mehr mit meiner rasanten Ader mithalten.

Sein Email Postfach lief über mit meinen Nachrichten.
Betreff: -„bekomme ich auch einen Sklavenvertrag?“ - „was hältst du von einer Sklavenregistrierung?“ - „was hältst du von dieser Session?“ - „bekomme ich auch ein Halsband?“ -  usw. usw. usw.

Ich war besessen und konnte einfach nicht genug von diesem Thema und schon gar nicht von unseren Spielen bekommen. Am liebsten wollte ich alles auf einmal ausprobieren und Erleben.

ABER...
jetzt geschah das unvermeidliche. Ich überhäufte meinen Mann so enorm mit Informationen, Fragen, Wünsche, Anregungen und Phantasien, dass ich ihm zum einen gar keine Chance mehr gab seinen eigenen Phantasien freien lauf zulassen und zum anderen verlor er immer mehr an Lust an weiteren Spielen.

Eine Erklärung hatte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht und hoffte wenn wir in einen reinen SM Club fahren, würde er sozusagen angesteckt von diesem Umfeld.

Wir verabredeten uns über das Internet mit einem anderen Paar, dass schon eine Weile den SM Weg für sich gefunden hatte und fuhren gemeinsam zu einem SM-Club.

Dann geschah der zweite Riesen grosse Fehler, den Subby auch niemals machen darf:

Da wir ja noch ziemlich am Anfang unseres gemeinsamen SM standen und ich im normalen Alltag doch eher Dominant bin, fiel es mir sehr schwer an diesem Abend mein Alltagsgesicht abzulegen und in die Subby Rolle zu schlüpfen.

Mein Herr ging mit dem Paar was uns begleitete und mit mir durch die verschiedenen Spielzimmer. Irgendwann drückte mich mein Herr in einen Stuhl der vor uns stand und wollte meine Hände dort fixieren.

Aus Unsicherheit in dieser Situation, weigerte ich mich und beschloss meinen Dickschädel durchzusetzen, dass ich jetzt nicht dazu bereit war. (Eigentlich schon komisch, denn in meiner Phantasie habe ich mir das gewünscht!)

Der Abend verlief weiter mit Zuschauen und herum laufen, aber keinen einzigen Versuch mehr, dass wir vielleicht doch noch miteinander Spielen. Somit haben wir dann auch sehr früh den Heimweg angetreten.

Was war geschehen?
Darüber war ich mir damals leider überhaupt nicht im Klaren. Aber nach ein paar Tagen telefonierte ich mit dem Paar, das uns in den Club begleitet hatte und dann fielen mir alle meine Sünden ein.

Mir wurde ganz deutlich gesagt:
„Für eine wohlerzogene Sklavin gehört es sich nicht, seinem Herrn zu widersprechen und schon gar nicht seine Wünsche auszuschlagen.  Mein Verhalten an diesem Abend hätte meinen Herrn regelrecht Blamiert.“

Zum Glück können wir über alles offen reden und somit habe ich meinem Mann von diesem Gespräch berichtet. Habe ihm gesagt, dass es mir wirklich Leid tut und dass diese Situation bestimmt nicht mehr vorkommen wird. Wir haben sehr viel und oft über diese Situation und über unseren SM gesprochen. Aber nun folgte erst einmal eine ganz lange Pause mit unseren Spielen.

Ob nun Sub oder Dom, wenn ihr noch am Anfang steht, haltet Euch immer vor Augen, dass man nichts erzwingen kann. Geniesst das was ihr gemeinsam Erlebt.
Es macht einfach keinen Sinn die Grenzen des anderen zu überschreiten, dass bringt nur auf beiden Seiten Frust und Enttäuschung.
Das oben geschriebene ist das, was absolut nicht im SM geschehen darf, nämlich das Vertrauen zu Missbrauchen oder den anderen versuchen zu Manipulieren.  Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo ihr euch einig seid, und zwar dann wenn beide nicht nebeneinander, sondern Miteinander diesen Weg gehen

In diesem Sinne wünschen wir Euch viele Erfolgreiche Sessions

Copyright liegt Lustqual vor

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